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wie spielt man Texas Holdem

Pokervarianten

Limit Texas Holdem
Limit Texas Holdem Poker wird nach den gewöhnlichen ...
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No Limit Texas Holdem
No Limit Texas Holdem wird nach den gewöhnlichen Regeln von ...
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Pot Limit Texas Holdem
Pot Limit Texas Holdem Poker wird nach den gewöhnlichen Spielregeln v ...
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TEXAS HOLDEM

Texas Holdem ist die derzeit wohl unumstrittene Nummer eins der Pokervarianten. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass sie einfacher zu verstehen und auch zu spielen ist als andere Varianten wie Omaha Poker, Stud Poker oder auch Draw Poker. Im Vergleich zum Draw Poker hat sich hier der Glücksanteil erheblich reduziert, was allerdings nicht heißen soll, dass Glück hier keine Rolle mehr spielt. Aufgrund der Gemeinschaftskarten, die ja für jeden sichtbar sind, kann ein Spieler seine Gewinnchancen erheblich besser einschätzen. Genau hier setzt wohl auch die Popularität der Fernsehübertragungen an. Nicht nur dass inzwischen auch die verdeckten Karten der einzelnen Spieler für den Zuschauer sichtbar sind, sondern gerade die Tatsache, dass die offen liegenden Gemeinschaftskarten und die Handlungsweise der Gegenspieler jedem einzelnen Spieler Spekulationen über die gegenerische Handstärke ermöglichen, machen die Spannung für den Zuschauer aus und begründen wohl auch den Fernsehboom.


Auch wenn die Regeln sehr leicht zu erlernen sind, so bedarf es doch einiger Übung, Disziplin, Geschick und auch Glück, um Texas Holdem Poker erfolgreich zu spielen.


Kurzbeschreibung:


Bei der Variante Texas Holdem Poker erhält jeder Spieler zwei verdeckte Karten, die nur diesem Spiele einsehbar sind. Im weiteren Verlauf werden fünf Gemeinschaftskarten (englisch Community Cards) aufgedeckt, die jeder Spieler benutzen kann, um eine bestmögliche Hand zu bilden. Hierbei werden einmal drei Karten und zweimal eine Karte aufgedeckt. Jeder Spieler hat also die Möglichkeit, aus sieben Karten eine Pokerhand aus fünf Karten zu bilden. Welche Karten hierbei verwendet werden, spielt keine Rolle. Das Aufdecken der Gemeinschaftskarten wird hierbei immer durch einzelne Setzrunden unterbrochen.


Ablauf:


Um die Spieler zu einem Einsatz zu zwingen, müssen die zwei Spieler links vom Geber (Dealer) einen Einsatz tätigen, ohne auch nur eine einzige ihrer Karten gesehen zu haben. Der Spieler direkt neben dem Geber muss einen Einsatz in Höhe des Small Blind und der andere Spieler in Höhe des Big Blind einbringen. Wie hoch diese Einsätze sein müssen, ist aus der Stakeangabe ersichtlich. Dieser Stake ist beim Cash-Game (also dem direkten Spiel um Bargeld) an ein und demselben Tisch unveränderlich. Beim Turnierpoker erhöht er sich allerdings in festgelegten Zeitabstabständen.


Erst danach werden die Karten gegeben. Damit dies nicht immer dieselben Spieler trifft, wandert der Dealerbutton nach jeder Hand um eine Position nach links weiter. Bei professionellen Veranstaltungen wie auch beim Onlinepoker gibt es einen festen Geber. Es wandert lediglich der Dealerbutton von Spieler zu Spieler, wodurch zum einen festgelegt wird, welche Spieler die Blinds einbringen müssen und zum anderen, bei wem der Geber anfängt die Karten auszuteilen und schließlich auch, wer beginnen muss, eine Handlung im Spiel zu zeigen. Sind die Blinds gesetzt, so erhalten die Spieler zwei einzelne Karten, die verdeckt verteilt werden und somit auch nur von dem Spieler einsehbar sein sollen, der damit spielen soll. Begonnen wird bei dem Spieler, der den Small Blind eingebracht hat. Die Karten werden immer im Uhrzeigersinn gegeben. Wenn alle Spieler ihre zwei verdeckten Karten erhalten haben, beginnt die erste Setzrunde.


Hierbei machen die Spieler der Reihe nach ihre Einsätze. Diese müssen immer mindestens dem bis zu diesem Zeitpunkt höchsten Einsatz eines bereits an der Reihe gewesenen Spielers entsprechen. Alternativ kann ein Spieler auch aus diesem Durchgang aussteigen (englisch: fold), womit der Spieler dann nicht mehr an dieser Hand teilnimmt und auch jegliche Gewinnchance aufgibt. Eventuell bereits eingebrachte Chips bleiben im Pot und sind verloren. Diese erhält dann später der Gewinner dieser Hand. Die Setzrunde wird so lange fortgesetzt, bis alle Spieler, die noch an der Hand teilnehmen wollen, den selben Betrag eingebracht haben. Es kann also durchaus vorkommen, dass ein Spieler innerhalb einer Setzrunde mehr als einmal zu einer Handlung gezwungen ist.


Beispiel: Spieler 1 checkt, Spieler 2 setzt 200 und Spieler 3 setzt 400 Chips. Will Spieler 4 weiterhin in an dieser Hand teilnehmen, so muss er mindestens 400 setzen. Waren alle Spieler an der Reihe, so kommt wiederum Spieler 1 zum Zug, da er ja noch gar nichts gesetzt hat, ebenso muss Spieler 2 nachziehen, wenn er noch weiter an dieser Runde teilnehmen will. Entscheidet er sich, dass er dies nicht will, so bleiben wiederum seine bereits eingebrachten Chips im Pot. Er hätte diese also verloren. Wie Du jetzt sicherlich bemerkt hast, handelt es sich hierbei nicht um ein Beispiel der ersten Setzrunde, da hier ja bereits der Bigblind eingebracht wurde und Spieler 1 demnach einen Einsatz hätte bringen müssen.


Eine Ausnahme stellt die All-In Situation dar. Hat nämlich ein Spieler nicht mehr so viele Chips, um mitziehen zu können, so muss er er all-in gehen, was soviel heißt, dass er all seine Chips einbringen muss. In diesem Fall kann er aber auch nur so viel gewinnen, wie es seinem Einsatz entspricht. Alle Beträge darüber hinaus wandern in einen Sidepot, also einen zweiten Gewinntopf, um den dann ausschließlich die Spieler spielen, die auch noch die dementsprechende Chipzahl haben. Man kann also nicht einen anderen Spieler ausbooten, weil man mehr Chips hat und dieser nicht mitziehen kann. Ebensowenig kann man etwas gewinnen, für das man gar keine Gegensleistung eingegangen ist (Sidepot).


Sind nach dieser ersten Setzrunde noch mindestens zwei Spieler in der Hand, so werden die ersten drei Gemeinschaftskarten (Flop) aufgedeckt, wodurch die Spieler dann auch in der Lage sind, eine vollständige Hand zu bilden, und auch die Stärke Ihrer Hand besser einzuschätzen. Es folgt eine weitere Setzrunde, die im Prinzip genau so abläuft, wie die erste Setzrunde. Der erste Spieler der dieses Mal aber aktiv am Zug ist, ist der Spieler, der den Small Blind einbringen musste. Bei dieser Runde ist aber kein Spieler mehr verpflichtet, irgendeinen Einsatz einzubringen. Es wäre also denkbar und kommt in der Realität auch vor, dass kein Spieler irgendeinen Betrag auf seine Hand wetten will. Vor allem dann, wenn der Flop die Hand der einzelnen Spieler nicht stärker gemacht oder aber zu stark gemacht hat.


Nach dieser zweiten Setzrunde wird, sofern noch mehr als ein Spieler beteiligt, eine nächste Gemeinschaftskarte aufgedeckt. Diese Karte wird Turn genannt. Hiernach erfolgt wieder eine Setzrunde, wieder beginnend beim Spieler, der den Small Blind einbringen musste.


Dasselbe wiederholt sich dann mit der abschließenden River-Karte und der anschließenden letzten Setzrunde. Ist diese Setzrunde beendet, so werden die Karten der Reihe nach aufgedeckt. Wiederum beginnend mit dem Spieler auf dem Small Blind. Wurde bereits eine Hand mit einer höheren Wertigkeit aufgedeckt, so bleibt es dem jeweiligen Spieler überlassen, ob er seine Karten zeigen will oder nicht. Müssen tut er es dann auf jeden Fall nicht mehr.


In dieser kurzen Einführung in die Spielregeln des Texas Holdem Poker wurden Chips verwendet. Genau dasselbe gilt für das direkte Spiel um Geld (englisch Cash-Game). Es gibt unterschiedliche Varianten beim Texas Holdem: No Limit Texas Holdem, Pot Limit Texas Holdem und Limit Texas Holdem. Der Unterschied hierbei liegt in der Setzstruktur in den einzelnen Setzrunden, was Du in den einzelnen Unterrubriken genauer durchlesen kannst.